
Schon als Kind hatte er in der Landwirtschaft die Grenzen manueller Arbeit kennen gelernt. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte der junge Unternehmer Innovationen für die Mechanisierung schwerer Arbeitsprozesse. Seine selbst entwickelten Lastenaufzüge verschafften der jungen Firma Kostenvorteile. Die Folge: Das Baugeschäft wuchs schnell, ebenso die Liste der prominenten Bauten im öffentlichen Auftrag. Das Hauptgebäude mit dem Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität München, das städtische Sanatorium in Harlaching und das Schwabinger Krankenhaus, das E-Werk an der Isartalstraße, die unterirdischen Trinkwasserbehälter der Stadt München, die Großmarkthallen, das Polizeipräsidium und das Hauptzollamt waren der Nachweis für Kompetenz und Leistungsfähigkeit des Bauunternehmens.
Auch im Tiefbau setzte Moll auf den Einsatz modernster Maschinen, die auf seine Ideen hin konstruiert wurden. Das machte Leonhard Moll bald über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Firma mit der Ausführung wichtiger Bauabschnitte für die Kanalisierung des Mains und für den Rhein-Herne-Kanal beauftragt.